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Über den Verlag

"Wenn wir bloß drauf ausgehen, was sich rentiert, dann werden wir nach außen immer reicher und nach innen dauernd ärmer". (Friedl Brehm)

Im Jahr 2003 ist der Friedl-Brehm-Verlag in Feldafing wieder neu belebt worden. Der Verlag war 1957 von dem bekannten Reporter und Verleger Friedl Brehm gegründet worden, der als Original in seiner Branche galt: Er setzte sich vor allem für Mundartdichtung ein; er pflegte eine ungewöhnliche Arbeitsweise, sein "Verlagsgebäude" war mit seinem Wohnzimmer identisch. Seine Zeitschriften hießen "Schmankerl" (1968) und "Edelgammler" (1969) und brachten Mundartdichtung der Gegenwart, beinhalteten aber auch literaturhistorische Essays.

  

Seine Autoren hießen neben vielen anderen Felix Mitterer (später bekannt durch "Piefke-Saga", "Verkaufte Heimat"), Josef Wittmann, Karl-Ludwig Reichert (heute freier Mitarbeiter des BR als Autor, Moderator und Regisseur), Margret Hölle (1990 Kulturpreis der Stadt Neumarkt, 1996 Friedrich-Baur-Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Sprecherin beim BR), der bekannte Landtagskommentator der 60er- und 70er Jahre "aus dem Maximilianeum" Bernhard Ücker, der "hinterkünftige bayerische Satiriker" Helmut Eckl und auch Bernhard Setzwein, der im Jahr 2005 mit seinem Roman "Die grüne Jungfer" unter den ersten sieben Kandidaten für den Alfred-Döblin-Preis war. Von Bernhard Setzwein stammt auch der Text, den Sie unter der Rubrik "Über Friedl Brehm" finden.

  

Friedl Brehm starb 1983. Seine Erben, unter ihnen Bernhard Setzwein, konnten den Verlag nur noch einige Jahre weiter führen; er erlosch 1989.

  

Die Idee, den Verlag wieder aufleben zu lassen, reifte über Jahre. Eine besondere Hürde war der hohe Anspruch Friedl Brehms, der auch verlegte, was sich nicht rentiert: "Wenn wir bloß drauf ausgehen, was sich rentiert, dann werden wir nach außen immer reicher und nach innen dauernd ärmer", war sein Motto. Wir wollen unter den Fittichen der Arabella Versandbuchhandlung regionale Literatur "historisch-schöngeistig" wieder ein wenig fördern. Mundartdichtung, wie sie Brehm verlegte, wird es kaum geben, allerdings hoffen wir, den einen oder anderen Text von damals wieder neu auflegen zu können.

  

Mit unserem ersten Buch sind wir 2003 in die richtige "historisch-schöngeistige" Richtung gestartet: Wir haben das bereits 1988 erschienene und seit langem vergriffene Buch von Roland Gröber: Grüße vom Starnberger See, neu aufgelegt.

  

2004 wurde das Büchlein "Lennépark Feldafing" anläßlich des 150jährigen Bestehens des Parks und der Ehrung Lennés mit einer Bronzebüste verlegt.

  

Im Dezember des gleichen Jahres erschien das Buch "...und Sisyphus lachte. Literarische Rendezvous im Land der fünf Seen" von Jürgen Rolf Hansen. Wir schätzen uns glücklich, daß wir 2005 einen Text des Journalisten, freien Autors und Landtagsabgeordneten a.D. aus Herrsching (Ammersee), Dr. Eberhard Puntsch, verlegen durften: "Es wird einmal.... Vision einer freien Gesellschaft" ist unser erstes politisches Buch, ein Werk aus der Sicht eines Liberalen, der seine Geisteshaltung wirklich lebt und seinen Erfahrungsschatz in einem Zwiegespräch einbringt, das spannend, witzig und mit einer gehörigen Portion Selbstironie das Für und Wider der liberalen Gesellschaft belegt.

Weitere Titel entstanden oder wurden übernommen; in Planung ist unter anderem eine Neuausgabe der Feldafinger "Kistler-Chronik", dem "Heimatbuch für Feldafing", in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Feldafinger Chronik.

 

 

 

 

 

 

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